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This exhibition, curated by transmediale curator Daphne Dragona, focuses on the multiple aspects the future presents today.
Der "Beenden-Bildschirm" des Nintendo Classic hat mit dem Warnhinweis “everything not saved will be lost.” die Zukunft digitaler Archive vorweg genommen. In der Tat werden digitale Artefakte, von denen wir dachten sie gespeichert zu haben, oftmals verloren oder verschüttet – oder es wird nach einem System-Update unmöglich, auf die Daten zuzugreifen. Den Pfad auf dem Informations-Super-Super-Highway aufrechtzuerhalten und zu pflegen ist ein niemals aufhörendes Spiel, ein ewiges Hinterherhinken. Das Berliner Künstlerduo Alessandro Massobrio und Valentina Besergher, welche unter dem Namen Atelier Labor Neunzehn zusammenarbeiten, haben das digitale Archivierungsprojekt All Sources Are Broken erschaffen, das eine spielerische Antwort zu dem zerrissenen und zerrütteten Netz von Quellen und Zitaten, welches den Online- und Printbereich durchkreuzt. In folgendem Essay analysiert Fiona Shipwright dieses Projekt, in dem sie ihr eigenes Netzwerk von Assoziationen und Referenzpunkten aufspürt und entdeckt dabei Raum für Kreativität, Kollektivmaßnahmen und Rekontextualisierung innerhalb der Plattform, welche Labor Neunzehn erschaffen hat.
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Wo liegen die Grenzen solidarischen Handelns und einer fortschrittlich-libertären Weltsicht? Wo liegen die Grenzen eines aktivistischen Lebens? In den heutigen erhitzten Debatten ist es von Bedeutung, wer für wen spricht, von wo aus und in welchem Moment. Das beginnt die westliche liberale Welt gerade erst in einem notwendigen Projekt der dekolonial überarbeiteten Bildung zu lernen. In den hier versammelten kurzen Reflexionen der Aktivistin Carolina García Cataño fließen solche Fragen in den oft hektischen Lebensfluss des Alltags ein – zwischen Medien, Netzwerken und Menschen. Widersprüchliche Politiken werden hier zur belebten Wirklichkeit und finden häufig Ausdruck in Unbehagen. Auf solche Gefühle wird heute oft spontan mit Verärgerung reagiert. Doch García Cataño zeigt die Möglichkeit alternativer Reaktionen und schließt ihre Überlegungen mit einem Aufruf zum freudvollen Widerstand.