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In elf kuratierten Film- und Videoprogrammen zeigt die transmediale.11 mit SyncExistence 58 historische und zeitgenössische Werke aus 18 Ländern. Inhaltlich wird darüber reflektiert, wie das Kino gerade durch dessen Montagetechnik jenes für das 20. Jahrhundert so charakteristische Gefühl wachsender Gleichzeitigkeit, Allgegenwärtigkeit und Beschleunigung befördert hat, welches heute durch das Internet längst seine Potenzierung erfährt.
Besondere Highlights außerdem: Specials zu Lynn Hershman Leeson, der Pionierin der interaktiven Kunst und dem transmediale Award Nominee Ho Tzu Nyen aus Singapur sowie das ArabShorts-Projekt.
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David Blairs Projekt Wax, or the Discovery of Television among the Bees von 1993 war der erste unabhängige Film, der mit einem nicht linearen Schnittsystem bearbeitet wurde, der erste Film, der in eine interaktive und hypertextuelle Online-Erfahrung übertragen wurde (Waxweb, 1993) und der erste Film, der über ein Computernetzwerk ausgestrahlt wurde. In seinen vielen Ausführungen erzählt uns Wax die surreale Geschichte von Jacob Maker, einem Programmierer von Waffen und Flugsimulationen für die US-amerikanische Regierung auf einem Testgelände in Alamogordo in New Mexico. In seiner Freizeit züchtet Maker eine bestimmte mesopotamische Bienenart. Sein Leben nimmt eine abrupte Wendung, als die Bienen sein Bewusstsein übernehmen und es ihm ermöglichen, mit den Toten zu kommunizieren. Seine Halluzinationen werden durch psychedelische Collagen aus Computeranimationen, Videofeedback-Texturen, Heimvideos, Archivbildern und gefundenem Bildmaterial visualisiert.