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Qiangs Forschung behandelt virtuelle und computergenerierte Architektur und untersucht neue techno-orientalische Kontexte, in denen queere Körper leben und handeln können.

For the residency, Qiang will continue to develop his research in Berlin, conducting ethnographic studies of clubs, public spaces and queer communities.

Johanna Bruckner’s text is a speculative proposal for new types of interspecies sexuality and subjectivity that could take us beyond oppressive binaries, based on her work Molecular Sex which is featured in the transmediale 2020 group exhibition The Eternal Network at Haus der Kulturen der Welt. Just as quantum computing promises a world of networks in which ones and zeroes simultaneously coexist with one another, Bruckner’s artwork describes a fictive future sexbot that is seemingly able to freely mutate from one state of being to another. Taking its cue from a sea creature called the “brittle star,” this bot is a portrait of social, technological, and bio-chemical entanglements, as they exist in (non)human networks, after the impact of phenomena such as micro-plastics. Following the writings of Karen Barad, the project asks how the molecularization and indeterminacy of being, today, might inform queer and hybrid futures better tooled to deal with current technological, political and ecological changes.

 

Johanna Bruckners Text ist ein spekulativer Vorschlag für neue Arten von artenübergreifender Sexualität und Subjektivität, der uns über repressive Binaritäten hinausführen könnte. Er basiert ihrer im Rahmen der Gruppenausstellung The Eternal Network der transmediale 2020 ausgestellten Arbeit Molecular Sex. So wie das Quantencomputing eine neue Welt der Netzwerke verspricht, in der Einsen und Nullen koexistieren, zeigt Bruckners Kunstwerk einen fiktiven zukünftigen Sexbot, der sich scheinbar frei von einem Seinszustand in einen anderen verwandeln kann. In Anlehnung an ein Meerestier namens Schlangenstern ist dieser Bot ein Abbild sozialer, technologischer und biochemischer Verstrickungen, wie sie nach der Einflussnahme durch Phänomene wie Mikroplastik in (nicht-)menschlichen Netzwerken existieren. Anknüpfend an die Schriften von Karen Barad stellt das Projekt die Frage, wie die Molekularisierung und Unbestimmtheit des Seins heute queere und hybride Zukünfte beeinflussen könnte, die besser geeignet sind, mit aktuellen technologischen, politischen und ökologischen Veränderungen umzugehen. 

 

Wie wirken Geometrien auf uns? Welche geometrischen Formen können dabei helfen, souveräne Infrastrukturen zu überwinden und kollektiv zu handeln? Femke Snelting bespricht diese Fragen im Zusammenhang ihrer Erfahrung als Ko-Moderatorin des Study Circles Affective Infrastructures bei der transmediale 2019. Ausgehend von den vielfältigen Wirklichkeiten, Hintergründen, Generationen, Herkünften und Zeitzonen der Teilnehmenden stellt sie Versprechen von Zirkularität infrage und betont das Drängen auf Geometrien des nicht-romantischen Zusammenseins und der kontinuierlichen Veränderung. Snelting betont, dass neue Topologien nur auf der Grundlage kollektiven Begehrens und Handelns entstehen können, wenn verschiedene Beschränkungen, Unsicherheiten und Möglichkeiten berücksichtigt werden.

 

How do geometries affect us? Which geometric shapes can assist in transcending sovereign infrastructures and in taking collective action? Femke Snelting discusses these questions in relation to her experience as co-moderator of the Affective Infrastructures Study Circle. Starting from the diverse realities, backgrounds, generations, origins, and timezones of the participants, she challenges the promises of circularity and underlines the urge for geometries of non-romantic togetherness and continuous transformation. Snelting asserts that it is only when various constraints, fragilities, and possibilities are taken into account, that new topologies may emerge based on collective desire and action.

 

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